Regionalmanagement![]() Eine Region kann sich im Wettbewerb der Regionen nur durch die Bündelung von Ressourcen und die gemeinsame Umsetzung zielorientierter Visionen behaupten. Mit dem Regionalmanagement, einem Modellvorhaben des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) zur Förderung der Wirtschaft insbesondere in strukturschwachen Gebieten im Rahmen der Richtlinie "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA bzw. GRW), haben die meisten Regionalmanager auch persönlich Neuland betreten.
Von 2002 bis 2004 war Herr René Götze im Auftrag des SMWA - Sächsisches Ministerium für Wirtschaft und Arbeit als Regionalmanager im "Südraum Leipzig" tätig. In dieser Funktion war es seine Hauptaufgabe, die kommunalen Vertreter davon zu überzeugen, von der Kirchtumpolitik im "Kleinen" zur regionalen Entwicklung im "Großen" umzudenken. Hierfür hat er in Zusammenarbeit mit dem ZV Kommunales Forum Südraum Leipzig, dem Regionalen Planungsverband Westsachsen, dem Regierungspräsidium Leipzig und dem Landratsamt Leipziger Land das Regionale Entwicklungsforum Südraum Leipzig (RESL) als wichtigste Kommunikationsplattform für regionale Entwicklung nach mehrjähriger "Pause" wiederbelebt. Herr Götze in Funktion des Regionalmanagers übernahm hierfür die Geschäftsführung, Herr Walter Christian Steinbach in Funktion des Regierungspräsidenten den Vorsitz des Führungsgremiums und die Schirmherrschaft, Frau Petra Köpping in Funktion der Landrätin des Landkreises Leipziger Land, Herr Dr. Bernd Klose in Funktion des Verbandsvorsitzenden des Zweckverbandes Kommunales Forum Südraum Leipzig und Herr Holger Tschense in Funktion des Beigeordneten und Bürgermeisters der Stadt Leipzig gemeinsam die Aufgabe als Führungsgremium, Herrn Götze bei seiner Arbeit zu unterstützen und den Regionalentwicklungsprozess voranzutreiben. ![]() Im Wesentlichen umfasste die Aufgabe der Regionalentwicklung im "Leipziger Neuseenland" (neue Marke) die Zusammenführung der Kommunen und deren politischen Vertreter (Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte) sowie die Einbeziehung der Bürger und Bürgervertreter (Vereine, Verbände, Organisationen und Interessenvertretungen) im Hinblick auf "das große Ganze" sowie die Mitentwicklung und Moderation der entstehenden Seenlandschaft, bestehend aus künftig 17 Seen - der derzeitigen Tagesbaufolgelandschaft "Südraum Leipzig". Die Umsetzung dieser Aufgabe erfolgte mit Unterstützung der Europäische Union durch das Förderprogramm EFRE - Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, der Bundesrepublik Deutsch- land durch die GA-Förderung (Gemeinschaftsaufgabe) und des Freistaats Sachsen im Rahmen der GmbE-Förderung (Gebiete mit besonderen Entwicklungsaufgaben) im Rahmen der Kofinanzierung. Im Auftrag des Unterausschusses Gemeinschaftsaufgabe (GA) "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur", vertreten durch die Länder Niedersachsen und Thüringen, zielt das Regionalmanagement darauf ab, Standortnachteile strukturschwacher Regionen abzubauen bzw. auszugleichen, so dass diese Anschluss an die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung halten können. Den betreffenden Regionen gelingt es oft nicht in eigener Initiative und aus eigener Kraft Entwicklungsprozesse in Gang zu setzen und in Gang zu halten, u.a. weil geeignete personelle Ressourcen fehlen, um komplexere Projekte voranzutreiben und um die lokalen Beteiligten zu einer zielorientierten Zusammenarbeit zu motivieren und ggf. moderierend einzugreifen. Bund und Länder haben deshalb die Investitionsförderung der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA) um ein neues Förderangebot, das Regionalmanagement, erweitert. Das GA-Förderangebot Regionalmanagement wurde am 3. August 2000 in den 29. Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe übernommen. Mit der Förderung des Regionalmanagements wird verstärkt auf die Eigeninitiative und das vorhandene Potenzial der Regionen gesetzt. Beides soll durch die über drei Jahre gewährte Anschubfinanzierung aktiviert werden. Regionen wird damit die Möglichkeit geboten, gemeinsam - basierend auf den Prinzipien von Dialog und Kooperation - ihre individuellen Problemlagen anzugehen und die wirtschaftliche Entwicklung zu beschleunigen. Seither kommt auch dem Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Regionalmanager/-innen eine hohe Bedeutung zu. Herr Götze hatte hierzu als Sprecher der sächsischen Regionalmanager von 2002 bis 2004 die Führung übernommen und bietet jetzt allen Regionalmanagern an, sich an einem kostenlosen Portal zu beteiligen, welches in Kürze hier online geschaltet wird. Dort erhalten alle Regionalmanager/innen die Möglichkeit, sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit über Ihre Erfahrungen bilateral auszutauschen. |
|
|
|
|