Evaluierung von Netzwerken
Die Reflexion der Kooperationsbeziehung zielt auf die Verbesserung des aktuellen Zustandes und eine zukunftsorientierte Ausrichtung des Netzwerkes, die sich an der Struktur, Strategie, regionalen Ausrichtung und Kooperationsbeziehung orientiert. In Einheit mit der Untersetzung der Marketingstrategie mit konkreten Maßnahmen ist es erforderlich, dass die Ist-Situation beschrieben, ermittelt und analysiert und in Reflexion zur Soll-Situation gestellt; sprich an der künftigen Ausrichtung des Netzwerks gespiegelt wird.
Externe Einflüsse, die auf das Netzwerk einwirken, wie neue oder wechselnde Kundenanforderungen, veränderte Marktbedingungen und Konkurrenzsituationen, können zudem eine Überprüfung der strategischen Ausrichtung erforderlich machen.
Die Erfolgskontrolle verfolgt dabei verschiedene Ziele:
- die Identifikation von Erfolgsfaktoren und Veränderungspotenzialen,
- die Bewertung von neuen Projekten oder Methoden sowie
- die Überprüfung der Flexibilität und Innovationsfähigkeit des Netzwerkes.
Als Instrumente im Rahmen der Phase der Zielanalyse und Erfolgskontrolle kommen zum Einsatz:
- Zieldefinitions- und -erreichungsworkshops,
- Befragungen der Netzwerkmitglieder,
- Erfahrungsaustauschgruppen,
- Kooperationsbilanzen sowie
- Problemlösungstreffen.
Die Anwendung erfolgt sowohl durch das Netzwerk selbst (Intervision) als auch unter Nutzung externen Expertenwissens (Supervision). Die Einbeziehung externer Partner zur Vorbereitung, Planung und Auswertung empfiehlt sich aufgrund entstehender „Blindheit“ durch die aktive Einbindung in die täglichen Netzwerkaktivitäten und den damit einhergehenden Verlust des Vergleichsbezugs und der unbefangenen Betrachtung durch die Netzwerkmitglieder.
Entscheidende Kriterien zur Realisierung einer Erfolgskontrolle sind Nützlichkeit, Durchführbarkeit, Fairness und Genauigkeit. Wesentliche Erfolgsmomente in diesem Prozess sind die Sicherung von Transparenz und Durchschaubarkeit sowohl der Bewertungsrichtungen des Netzwerkerfolges als auch die im Ergebnis folgende Festlegung von Veränderungsmaßnahmen für die weitere Arbeit im Netzwerk. Information als erste Stufe der Beteiligung wird zum bestimmenden Faktor.
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