Erfahrungsaustausch

Der strategische Wissenserwerb ermöglicht es, schneller und leichter an Informationen über potentielle Kunden und auch neue Aufträge zu gelangen. Dies wirkt sich unterstützend auf die strategische Gestaltung des Netzwerks aus, insbesondere da die so gewonnenen Informationen über Marktpotentiale zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit des Netzwerks gewinnbringend genutzt werden können.

Gerade durch die Bündelung und synergetische Verknüpfung des in Netzwerken vorhandenen Wissens der Unternehmen entstehen Wettbewerbsvorteile am Markt. Dabei konzentrieren sich die Aktivitäten auf zwei Richtungen:

  • Innerhalb der Netzwerkunternehmen: Zum einen sind die grundlegenden Kernkompetenzen zur Leistungserbringung in den jeweiligen Mitgliedsunternehmen verankert. Es gilt, diese mit geeigneten Methoden und Instrumenten zu identifizieren und je nach Aufgabenstellung zu verknüpfen. Ergänzendes Wissen im technisch-technologischen, organisatorischen aber auch sozialen Bereich gilt es „übereinander zulegen“ und zugleich als Basis für Wissensrotation zu nutzen.
  • Außerhalb des Netzwerkes: Je nach Aufgabenstellung kann es auch von Vorteil sein, sich zusätzliches Know-How anderer Wissensträger aus verwandten Netzwerken oder externer Experten und Spezialisten in Teilgebieten anzueignen und auf den Pool von Wissen und Erfahrung im eigenen Netzwerk zu übertragen. [1]


Zu unterscheiden ist, ob das benötigte Wissen projektbezogen eingebunden wird oder ob es sich vielmehr um externes Branchenwissen handelt, was sich übergeordnet auf die strategische Ausrichtung des Netzwerks auswirkt und wiederholt genutzt wird. Der projekt- bzw. auftragsbezogene Wissenstransfer hat einen starken Bezug zum Prozess der Leistungserstellung.

 

[1] Vgl. Blochmann, G./Jacob, D./Wolf, R. (2003): Kooperationen mittelständischer Bauunternehmen. Zur Erschließung neuer Marktfelder bei der Privatisierung öffentlicher Aufgaben. DUV, Wiesbaden. S.154

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